Mit Tobias Feustel ist nicht nur der dritte Salzgitteraner im Kader des Zweitligisten, sondern auch der dritte Libero. Der 28-Jährige wechselt ebenfalls, wie zuvor schon Mittelblocker Max Müller, aus der Regionalligamannschaft des MTV Salzgitter zum USC Braunschweig. Bei den abgestiegenen Nachbarn war er über ein Jahrzehnt eine feste Größe und hat zusammen mit seinem Bruder eine ganze Ära des Salzgitteraner Volleyballs geprägt.
Nach dem Abstieg und einem großen Umbruch innerhalb der Mannschaft sah Tobi eine Chance, im besten Volleyballalter nochmal hoch anzugreifen. Das Angebot, das sehr junge Liberoduo um Tim Klettke und David Tabak als sehr erfahrener Volleyballer zu ergänzen, nahm der Annahmespezialist dankend an. Und so heißen die Gegner jetzt nicht mehr Oldenburg oder etwa Wolfenbüttel, sondern Mondorf, Schüttorf und Kiel. Der sympathische Softwareentwickler besitzt alle Fähigkeiten, um auch zwei Ligen höher eine ansprechende Performance aufs Parkett zu zaubern.
Ganz unbekannt ist ihm das Team nicht: mit Max Müller und Fabian Trost spielte er in Salzgitter zusammen, Mattis Janßen war über Jahre Gegner in der Regionalliga und sogar mit Max-Leopold Rössig spielte er in der Jugend zusammen. Damals gab es nicht genügend Jugendspieler in seiner Heimatstadt, sodass er in der U18 für den TSV Giesen antratt. In der Folge trat er auch bereits 2011, gerade 13, erstmals im Herrenbereich an. 14 Saisons sollten es am Ende werden.
Jetzt also der Wechsel nach Braunschweig, wir haben Bock, Tobi hat Bock. Passt.
