Johannes Gottschall verlängert – sportliches Vorbild für die Jugend

Als Teamältester hat Johannes Gottschall auch mit 37 Jahren noch nicht genug. Der bärtige Außenangreifer bleibt uns nach dem Meistertitel treu und geht in seine 12. Saison beim USC in Folge. Gerade in der Hinrunde war der gebürtige Eislebener ein unverzichtbarer Teil der Starting-6 und hatte mit drei individuellen MVP-Titeln einen großen Anteil daran, dass die Saison am Ende mit dem Platz ganz oben endete. Nach seiner berufsbedingten Abwesenheit war er im Verlauf der Rückrunde erneut voll dabei und gab dem Team mit all seiner Erfahrung die nötige Stabilität in einem nervenaufreibenden Saisonendspurt, bei dem der Druck in jedem Spiel immens war und die Konkurrenz aus Tecklenburg auf jeden Patzer gelauert hat. Genau gegen jene Mitaufsteiger war es Hannes, der ohne Training bei 0:2 eingewechselt wurde und den bis dahin vor Selbstbewusstsein strotzenden und fast fehlerfrei aufspielenden Fischer-Jungs noch einen unfassbar wichtigen Punkt klaute.

Eine Bank in der Annahme

Als Mentalitätsmonster verunsichert er nicht nur die Gegner, sondern treibt auch das eigene Team zu Höchstleistungen an. Ein Schritt nicht gemacht? Etwas faul gewesen? Hannes Gottschall sitzt dir sofort im Nacken und geht dabei selbst mit 120% Einsatz voran. Trotz Familie und Job versucht er so oft es geht beim Team zu sein und kommt auch schon einmal direkt vom Flughafen zum Spiel. Die These, Training macht Hannes nicht besser, hält sich seit langer Zeit im Team, spielt er nämlich meist unter den ungünstigsten Vorzeichen so richtig einen auf. Einfach ein Phänomen.

Seine langjährige Bundesligaerfahrung ist dabei besonders wertvoll, auch von großen Namen lässt sich „Number 1“ (sein Spitzname, auch wenn er ja die Nummer 2 auf dem Trikot trägt, naja lange Geschichte dies das) nicht aus der Ruhe bringen. Nicht selten gibt es im Abschlusstraining die Frage, gegen wen wir den jetzt eigentlich am Wochenende spielen und wo die so in der Tabelle stehen. Voller Fokus auf die eigene Leistung.

Leidenschaft auch mit fast 40

Den ersten Gegner kennt Hannes Gottschall dabei doch etwas mehr. Von 2012 bis 2015 spielte er für den TSV Giesen (damals in einer Spielgemeinschaft mit MTV 48 Hildesheim) in der 2. Bundesliga, nachdem der USC 2014 wieder aufstieg und er mit Giesen hinter Braunschweig in der Tabelle gelandet war, kehrt er nach Braunschweig zurück. Seitdem hat sich einiges verändert, die erste Mannschaft des kleinen Ortes bei Hildesheim ist eine der Top-Adressen in der ersten Bundesliga, die zweite Mannschaft ist mit einer Wildcard als Tabellenfünfter in die 2. Bundesliga aufgestiegen und hat sich dort zu einem Topteam entwickelt und der USC Braunschweig ist nach 4 Saisons zurück und kämpft von Spieltag eins an um den Klassenerhalt. Dabei kann weiterhin auf Hannes gezählt werden. Wenn das nicht mal gute Aussichten sind 🙂