Nach dem Meistertitel in Liga 3, einem organisatorisch und finanziellem Kraftaufwand sowie einer mehrwöchige Vorbereitung steht für den USC Braunschweig endlich der Moment an, auf den ein dreiviertel Jahr hingearbeitet wurde: Spieltag in der 2. Volleyball Bundesliga. Dass es ausgerechnet ein Derby gegen die Rand-Hildesheimer zu Beginn wird, bringt noch zusätzlich Emotionen zur sowieso grundsätzlichen immensen Vorfreude.
Die klaren Favoriten haben dabei seit ihrem Aufstieg mittels Wildcard (5. Platz 3. Liga 22/23) 3 überaus erfolgreiche Saisons in Liga 2 absolviert: Nach Platz 4 in der Debütsaison, wurde im zweiten Jahr die Meisterschaft hinter dem SV Warnemünde um ein Haar verpasst, letzte Saison beendete die junge Richter-Mannschaft nach einem kleinen Umbruch auf Platz 4 am Ende der Hauptrunde. In den erstmals ausgetragenen Playoffs war man zwar chancenlos gegen den späteren Meister aus Gotha, konnte aber wertvolle Erfahrung sammeln. Zur jetzigen Saison konnten fast alle Spieler gehalten werden, mit Onno Möller, Julian Hoyer und Routinier Marius Appel stehen damit erneut ehemalige Erstligaspieler im Kader. Eine klarere Favoritenrolle gibt es somit kaum, dennoch wird man in Braunschweig alles daran setzen, möglichst lange Paroli zu bieten und vielleicht sogar Punkte zu entführen. Mit einer lauten Halle im Rücken ist alles möglich.
Coach Philipp Maasberg kann auf einen fast vollständigen Kader zählen, einzig der zweitligaerfahrene Kapitän Stefan Spieweg laboriert aktuell an einer Knieverletzung und Neuzugang Tobias Feustel (Libero) ist aus privaten Gründen verhindert. Besonders brisant wird das Spiel für Zuspieler Mattis Janßen: vor der Saison aus Giesen (Regionalliga) gekommen, erfüllt er sich jetzt den Traum von der Bundesliga in Braunschweig. Mit Max Rössig steht ein Ur-Giesener als Leistungsträger auf der Braunschweiger Seite und versucht, die athletischen Gäste ein ums andere Mal den Zugang zum USC-Feld zu versperren. Für einen Großteil der Braunschweiger Spieler wird es das Debüt in der Bundesliga, mit Johannes Gottschall und Pascal Grothe stehen nur zwei erfahrene Akteure im Kader, dazu kommen Tobias Thie und Mika Püschmann auf Zweitliga-Kurzeinsätze in der Abstiegssaison. Doch nicht nur spielerisch hat sich seit dem Abstieg in Braunschweig viel verändert: die neue, sehr hohe Halle am Wendenring ersetzt die altehrwürdige (und mittlerweile abgerissene) Tunica-Halle, der USC hat sich organisatorisch viel breiter aufgestellt und im Kader wird auf ambitionierte, regional verwurzelte Spieler statt Halbprofis gesetzt.
Die Mission Klassenerhalt startet folglich am Samstag, den 12.09. um 19:30 in der Sporthalle IGS Wendenring, ein rechtzeitiges Erscheinen wird empfohlen.
