Braunschweig kann sich auch in der kommenden Saison auf unfassbare Sprungaufschläge freuen: mit Fabian Trost verlängert ein spektakulärer Linkshänder seinen Vertrag als Außenangreifer und geht damit in seine insgesamt dritte Saison im Trikot der ersten USC-Mannschaft. Der aus Salzgitter stammende Fabi spielte schon in der Jugend für den USC, verabschiedete sich 2014 Richtung MTV Salzgitter und kam 9 Jahre später zurück nach Braunschweig.
In der Zwischenzeit stand er für MTV 48 Hildesheim (oder für Giesener: Team 47+1) zwei Jahre in der 3. Liga am Netz, bevor er für sein Masterstudium nach Stuttgart zog. Beim ortsansässigen TSV spielte er ab 2019 in der Südstaffel in Liga 3. In den 3 Jahren Stuttgart als auch sonst bekleidete er unterschiedliche Positionen, bis auf Mittelblock hat er alles andere schon häufiger gespielt. Ein vielseitiger Volleyballer durch und durch.

Zurück nach Braunschweig gezogen, heuerte der jetzt 29-Jährige für eine Saison in der Regionalliga für Salzgitter an, bevor er sich 2023 für das Projekt USC gewinnen lies. Der Verein hatte nach dem Abstieg aus Liga 2 eine turbulente Saison gegen den doppelten Abstieg gespielt und suchte Verstärkung. Fabi sagte zu und trug als Stammspieler und Annahmestabilisator zu einer überragenden Saison bei, die mit einem Punkt Rückstand auf die SF Aligse und einem Punkt Vorsprung auf den FCJ Köln (wer erinnert sich noch an das Herzschlagfinale gegen Delbrück, als wir fast Platz 2 verspielten?) mit der Silbermedaille endete. Ein Aufstieg war trotz der sportlichen Möglichkeit keine Option in Braunschweig, unzureichend war die finanzielle und strukturelle Basis sowie präsent die nicht immer guten Erfahrungen mit den letzten Jahren in Liga 2.
Der Traum von der Bundesliga ging für unseren belgischen Salzgitteraner dennoch in Erfüllung: mit Aligse schloss er sich dem Meister und Aufsteiger an und wurde direkt im ersten Spiel in Liga 2 als MVP ausgezeichnet. Die Saison endete mit dem sensationellen Klassenerhalt, Fabian Trost verabschiedete sich mit dieser Premierensaison wieder aus dem deutschen Unterhaus und kam zur letzten Saison wieder zurück zum USC.

Berufsbedingt wurde er jedoch immer wieder ins Ausland geschickt, sodass er nur vereinzelt im Kader stand und folglich selten seine Qualitäten unter Beweis stellen konnte. Die mannschaftlich erfolgreiche, aus individueller Sicht mit seltener Anwesenheit aber unzufrieden verlaufende Saison hat den ehrgeizigen Linkshänder nur angetrieben mehr zu investieren und noch einmal voll anzugreifen. Das Fabi in diesem Modus eine absolute Verstärkung für das Team ist, ist unbestritten. Nächstes Jahr wird Bundesliga gerockt!
